Bergspektiven

  • Älter werden ist wie der Abstieg über einen langen Grat. Meist geht es bergab, doch sind auch Gegensteigungen zu überwinden. Es liegen noch Gipfel auf dem Weg, wo man an Abenteuer früherer Jahre erinnert wird.
  • Berge können über verschiedene Routen erstiegen werden. Sowohl leichte und lange Anstiege, als auch steile und gefährliche Kletterein. Aber bei allen ist das Ziel oben angekommen zu sein.
  • Nicht jeder Gipfel braucht ein Gipfelkreuz. Du selbst bestimmst, wo „Oben“ ist.
  • Manche Routen gewinnen erst in der Erinnerung an Glanz. Die Zeit läßt Mühen und Ängste vergessen.
  • Manchmal ist der Schatten des Berges länger, als der Berg hoch ist.
  • Je nach Licht gibt die Wand ihre Strukturen preis.
  • Von vorne sehen viele Wände steiler aus als sie sind.
  • Steile Wände haben oft große Griffe. Flache Platten sind oft glatt.
  • Was in der Ferne wie ein Griff aussieht, ist manchmal bloß eine dunkle Stelle im Fels.

  • Sanftes Licht bringt Farben zur Geltung. Aber – auch wenn es die Augen schmerzt – erst im Gegenlicht gibt die Kontur die wahre Form preis.
  • Aus der Ferne sind Wolken oft nicht von Bergen zu unterscheiden.
  • Über der Nebeldecke scheint die Sonne. Wer die Mühen des Aufstiegs auf sich nimmt, sieht die Welt im klaren Licht.
  • Manchmal ist es nötig sich an der schmerzhaft im Riss verklemmten Hand hochzuziehen, um einen Absturz zu vermeiden.
  • Wer radikal neue Wege geht, muß gegen den Strom der Konvention schwimmen. So lange, bis dir die Kraft ausgeht.

Aphorismen und Artwork: James Gilbert Skone

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